Ready Player One (2018)

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Steven Spielbergs Filmadaptation von Ernest Clines Roman Ready Player One ist sein erster Science-Fiction-Film seit War of the Worlds (2005) und sein erster von Warner Bros. produzierte Film seit A.I. Artificial Intelligence (2001).

Die dystopische Story von Ready Player One ist im Jahr 2044 angesiedelt und führt uns in ein Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel (MMORPG) namens The OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation). Die Menschen zieht es in diese künstliche Welt, um der harten Realität ihres Daseins zu entfliehen. Der junge Wade Watts (oder  Parzival, wie er sich in The OASIS nennt) ist begeistert von dem Spiel und knackt die erste Stufe auf dem Weg zum „Easter Egg“, mit dem der Gewinner die Kontrolle über das Spiel und das riesige Vermögen erhält, das der Schöpfer des Spiels, James Donovan Halliday, hinterlassen hat. Parzival wetteifert mit einer Armada von Egghunters (so genannte „Gunters„), die alle zuerst ans Ziel kommen wollen.

Der Roman enthält Anspielungen auf die 1980er Jahre in Hülle und Fülle, da Halliday in dieser Ära aufgewachsen ist. Dazu zählen auch Filme, die damals unter Spielberg als Produzent oder Regisseur entstanden. In seiner Verfilmung übernimmt Spielberg davon nur einen kleinen Teil:

I love the ‘80s, and I think one of the reasons I decided to make the movie was that it brought me back to the 1980s and let me do anything I want – except for my own movies. I’ve cut most of my movies out of Ernie [Cline]’s book, except for the Delorean and a couple of other things that I had something to do with. I’ve cut a lot of my own references out. I was very happy to see that there was enough without me! The ’80s was a great time to grow up.

Mark Rylance spielt James Donovan Halliday (für den Part wurden ursprünglich Gene Wilder und Michael Keaton in Betracht gezogen). Zufälligerweise ist James Donovan auch der Name von Tom Hanks‘ Rolle in Bridge of Spies (2015), in dem Mark Rylance und Steven Spielberg das erste Mal zusammenarbeiteten.

Nach Abschluss eines offenen Castings erhält der 19-jährige Tye Sheridan den Zuschlag für die Hauptrolle des Wade Watts. Sheridan hat seinen ersten Kinoauftritt in Terrence Malicks The Tree of Life (2011): Für die Rolle des jüngsten Sohns von Jessica Chastain und Brad Pitt wird Sheridan aus einem Bewerberfeld von 10.000 Jungen ausgewählt.

Tye Sheridan spielt an der Seite von Olivia Cooke als Samantha Evelyn Cook / Art3mis. Ben Mendelsohn mimt den Bösewicht Nolan Sorrento. Ogden Morrow, ein Mitstreiter Hallidays, wird von Simon Pegg porträtiert. T.J. Miller ist in der Rolle des „Trolls“ i-R0k zu sehen, und Lena Waithe als Aech. Der japanische Sänger und Schauspieler Win Morisaki spielt einen der Top-“Gunters”, Daito. Sein Kumpel Shoto wird von Philip Zhao dargestellt.

Während der Vorproduktion zu Ready Player One sagt Sheridan in einem Variety-Interview:

“It’s a new spin on cinema. A good third of the film takes place in a virtual realm inside a video game. What I love about the film is that it plays with some metaphorically bigger themes. I think it’s going to be a milestone for cinema in its advancements and exploration of virtual reality. I couldn’t be more excited and grateful to be a part of it.”

In einem Deal mit einer hohen sechsstelligen Summe kauft Warner Bros. die Filmrechte für Ready Player One noch am selben Tag, als Ernest Cline den Vertrag mit Random House zu seinem Debütroman unterzeichnet – ein Jahr vor der Veröffentlichung. Cline arbeitet gemeinsam mit Eric Eason and Zak Penn an der Drehbuchfassung. Zak Penn entwickelte die Story für The Avengers (2012), während Eric Eason das Drehbuch zu A Better Life (2011) schrieb.

Adam Stockhausen – er arbeitete zuletzt für Bridge of Spies (2015) – kehrt als Production Designer in Spielbergs Team zurück. Kasia Walicka-Maimone, ein weiteres Bridge of Spies-Teammitglied, entwirft wieder die Kostüme. Zu Spielbergs weiteren regelmäßigen Mitarbeitern zählen die Produzentin Kristie Macosko Krieger, Kameramann Janusz Kamiński, Cutter Michael Kahn und der Komponist John Williams.

Die Dreharbeiten beginnen im Juni 2016 in London.

Um einer Schlacht mit dem Disney-Imperium aus dem Weg zu gehen, wird das ursprünglich geplante Kinostart-Datum von December 2017 auf den 30. März 2018 verschoben. Warner Bros. reagiert damit auf die Disney-Konkurrenz, die das Startdatum von Star Wars VIII vom Mai 2017 auf den 15. Dezember verlegt hat. Variety zufolge handelt Warner Bros. mit Kalkül: Das neue Startdatum fällt auf Ostern, und es gibt in dieser Zeit keinen großen Wettbewerb an der Kinokasse.

Spielbergs Name auf einem Filmplakat garantiert normalerweise Massen-Appeal. Nachdem jedoch Star Wars: The Force Awakens mit einem weltweiten Einspielergebnis von mehr als 2 Milliarden Dollar auf den dritten Platz der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten rückt – hinter Titanic (1997) und Avatar (2009) – sind die Warner Bros.-Chefs klug genug, einer direkten Konfrontation mit dem nächsten Star Wars-Film aus dem Weg zu gehen.

Deutscher Kinostart: 05. April 2018

Bild: © 2017 Warner Bros.

The BFG (2016)

Steven Spielbergs 3D-Fantasy-Abenteuerfilm The BFG beruht auf Roald Dahls 1982 veröffentlichtem Kinderbuch, das im deutschen Sprachraum unter dem Titel „Sophiechen und der Riese“ erschien (1985 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet).

Die Verfilmung von The BFG ist eine Koproduktion von Walt Disney Pictures, DreamWorks Pictures, Amblin Entertainment und Walden Media.

US-Poster und Szenenfotos: © 2016 DreamWorks II Distribution Co., LLC, Disney Enterprises, Inc., and Walden Media

Deutschsprachiges Poster: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Das Drehbuch für The BFG stammt aus der Feder von Melissa Mathison, die auch das Drehbuch für Spielbergs E.T. – The Extra-Terrestrial (1982) schrieb. The BFG ist ihr gewidmet, denn sie verstarb 2015. Auch die „Tagline“ des Plakats weckt Erinnerungen an E.T. – The Extra-Terrestrial.

Spielberg über seine Zusammenarbeit mit Mathison:

“I don’t miss Melissa yet because I haven’t had the chance to mourn her, because she is still with me. I’m not saying that in a supernatural way, because Melissa is alive in every single frame of The BFG. She has been with me all through this process and she is as tangible as if she were sitting next to me. What I’m not looking forward to is when I finish with The BFG and I have to face the fact that Melissa is no longer with me.”

“Melissa could do something most of us could not. She observed people without judging them. The only other people I can think of who observe with curiosity and without judgment are children. And I think that’s why she understood them and wrote them better than anyone else.”

Der BFG ist ein Guter Riese (Big Friendly Giant) und ein Sonderling im Land der Riesen. Er ist acht Meter groß, mit riesigen Ohren und einem scharfen Geruchssinn. Er lebt zurückgezogen, ist auf liebenswerte Art „schwer von Begriff“ und hat eine ungewöhnliche Ausdrucksweise. Andere Riesen wie Knochenknacker, Hackepeter und Fleischfetzenfresser sind doppelt so groß und beängstigend. Nach ihrer Ankunft im Land der Riesen fürchtet sich die 10-jährige Sophie anfänglich vor dem geheimnisvollen BFG, der sie in seine Höhle verschleppt hat. Doch schon bald erkennt sie sein sanftes Wesen. Gemeinsam treten sie gegen die bösen, menschenfressenden Riesen an, von denen die Welt der Menschen bedroht wird.

Spielberg erinnert sich, wie er Roald Dahls Buchvorlage seinen Kindern vorgelesen hat:

“They loved the privacy and secrecy of his own special giant-speak. And they also loved that this little 8-year-old girl can tell a 26-foot-tall giant what to do.”

Zum ersten Mal führt Spielberg Regie unter der Marke DisneyEr erklärt, was ihn an dem Stoff reizt:

“It’s a story about friendship, it’s a story about loyalty and protecting your friends and it’s a story that shows that even a little girl can help a big giant solve his biggest problems.”

Zum Cast von The BFG gehören Ruby Barnhill, Mark Rylance, Penelope Wilton, Jemaine Clement, Rebecca Hall, Rafe Spall und Bill Hader.

Dies ist der erste Spielberg-Film mit einer weiblichen Hauptrolle seit The Color Purple (1985).

The BFG ist Spielbergs zweite Zusammenarbeit mit Mark Rylance, der  für seine Rolle in Bridge of Spies (2015) einen Academy Award gewann. In die Rolle des BFG schlüpft er mittels Motion-Capture – ein Verfahren zur digitalen Aufzeichnung der Mimik und Gestik von Darstellern, das Spielberg zuletzt in The Adventure of Tintin (2011) zum Einsatz brachte.

Steven Spielberg versucht (vergeblich), Gene Wilder zu einem Gastauftritt zu überreden. Er spielte die Titelrolle in der Roald Dahl-Verfilmung Willy Wonka & the Chocolate Factory (1971).

Die Dreharbeiten finden zwischen dem 23. März bis 16. Juni 2015 statt, gefolgt von umfangreichen Post-Production-Arbeiten. Zu den Drehorten gehören Vancouver in Kanada sowie Schottland und England.

Die Entwicklung des Projekts geht zurück bis in das Jahr 1991: Frank Marshall und Kathleen Kennedy verhandeln mit Paramount Pictures – zu diesem Zeitpunkt soll Robin Williams die Titelrolle spielen. 1998 liefern Robin Swicord und Nicholas Kazan ein Drehbuch, das 2001 von Gwyn Lurie überarbeitet wird.

Im September 2011 erwirbt DreamWorks die Filmrechte für das Buch. Mit an Bord sind Kennedy und Marshall als Produzenten sowie Melissa Mathison als Drehbuchautorin. John Madden wird als Regisseur gehandelt, bis im April 2014 Steven Spielberg die Regie übernimmt (Madden bleibt dem Projekt als Executive Producer verbunden). Nachdem Walden Media zustimmt, sich an der Finanzierung zu beteiligen, kann Walt Disney Studios für die Ko-Finanzierung gewonnen werden.

Zu den regulären Mitgliedern von Spielbergs Team zählen: Kameramann Janusz Kaminski, Cutter Michael Kahn, Komponist John Williams, Produktionsdesigner Rick Carter und Kostümdesignerin Joanna Johnston. Die visuellen Effekte werden von Weta Digital geschaffen.

Produziert wird der Film von Steven Spielberg, Frank Marshall und Sam Mercer – mit Kathleen Kennedy, John Madden, Kristie Macosko Krieger, Michael Siegel, Frank Smith und Naia Cucukov als Executive Producers.

Roald Dahls Bücher, zu denen auch “Charlie and the Chocolate Factory,” “James and the Giant Peach” und “Matilda” zählen, wurden in 58 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 200 Millionen mal verkauft. “The BFG” war ursprünglich als Gutenacht-Geschichte gedacht und zählt zu Dahls Lieblingsgeschichten. Sie wird nun zum ersten Mal mit Schauspielern verfilmt und kommt pünktlich zu Roald Dahls 100. Geburtstag in die Kinos.

Spielberg über die Verantwortung, möglichst dicht an Roald Dahls Vorlage zu bleiben:

“It was very important for us to be loyal to the language, and the great writer Melissa Mathison, who also wrote ‘E.T.: The Extra-Terrestrial,’ wrote ‘The BFG.’”

Roald Dahls Buch besticht vor allem durch die Fantasiesprache Gobblefunk, die er seinem Riesen in den Mund gelegt hat. Sie ist auch in den Film eingeflossen. Beispiele aus der deutschen Fassung (vgl. engl. Originalversion):

delikatzig vorzüglich
Blubberwasser grünes Getränk, dessen Kohlensäure nach unten bitzelt
Fürbisfuchen Kürbiskuchen
schlotzt lecker, schön, prima
Zauberzischler schöner Traum
Leberwesen Menschen
Geohrwurmster Gehorsamster
Gigaraffen Giraffen
Majonäse Majestät
oberschleckerhammerhaft lecker
Rotzgurke eklig stinkendes Gemüse aus dem Land der Riesen
Unter‘m Arm nehmen auf den Arm nehmen
Alpenträumern Albtraum
Furzelbaum Furz
Wesserbisser Besserwisser
Weises Kind Waisenkind
Quissel-Quassel-Glotzglimmer-Box Fernseher
Lieblingsspeiserich köstlich, lecker

Die Weltpremiere findet am 14. Mai während des Filmfestivals in Cannes statt, wo der Film „Out of Competition“ gezeigt wird (auch E.T. – The Extraterrestrial (1982) hatte dort seine Weltpremiere). Wie E.T. erhält auch The BFG stehende Ovationen:

Variety-Kritiker Peter Debruge schreibt nach der Premiere in Cannes:

“That’s the beauty of Roald Dahl’s The BFG, as brought to life by recent Oscar winner Mark Rylance: You believe. No matter how fantastical the tale (and it gets pretty out-there at points), this splendid Steven Spielberg-directed adaptation makes it possible for audiences of all ages to wrap their heads around one of the unlikeliest friendships in cinema history, resulting in the sort of instant family classic “human beans” once relied upon Disney to deliver.”

Teaser-Trailer anschauen

Der Film startet am 1. Juli in den USA und ab 21. Juli in Deutschland.

Indiana Jones 5 (2020)

Fotos: © 1981, 1984, 1989, 2008 Lucasfilm Ltd.

Anything Goes: Indiana Jones kehrt zurück…

Disney kündigt einen fünften Indiana Jones-Film an – unter der Regie von Steven Spielberg und mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Kinostart: 9. Juli 2020.

Kathleen Kennedy, Frank Marshall produzieren das Projekt, das noch keinen Titel hat (Executive Producers: George Lucas und Steven Spielberg).

Einem Interview mit Drehbuchautor David Koepp zufolge ist George Lucas diesmal nicht an der Entwicklung der Story beteiligt – offenbar eine Lehre, die man aus dem letzten Teil gezogen hat…

Harrison Ford sagt in einem BBC-Interview, er habe die Rolle unter zwei Bedingungen angenommen:

„I’ve always thought there was an opportunity to do another. But I didn’t want to do it without Steven [Spielberg]. And I didn’t want to do it without a really good script. And happily we’re working on both. Steven is developing a script now that I think we’re going to be very happy with.”

Andere Schauspieler wurden noch nicht ausgewählt. Zu den weiteren regulären Mitgliedern von Spielbergs Crew gehören:

Filmmusik
John Williams

Kamera
Janusz Kaminski

Schnitt
Michael Kahn

Special Effects
Industrial Light & Magic (ILM)

Alles über Indiana Jones

Fotos: © 1981, 1984, 1989, 2008 Lucasfilm Ltd.

2015

Walt Disney Pictures veröffentlicht den ersten Teaser-Trailer zu Steven Spielbergs bevorstehendem Fantasy-Abenteuer-Film The BFG (2016). Zum ersten Mal führt Spielberg Regie bei einem Live-Action 3D-Film.

Es handelt sich um die Verfilmung von Roald Dahls gleichnamigem Kinderbuch-Klassiker. Das Drehbuch stammt von Melissa Mathison, die schon das Script zu Spielbergs E.T. – The Extraterrestrial (1982) schrieb.

Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das auf einen Riesen trifft. Ruby Barnhill spielt die kleine Sofie, und der BFG (Big Friendly Giant) wird von Mark Rylance porträtiert. In weiteren Rollen: Bill Hader, Jemaine Clement, Penelope Wilton und Rebecca Hall.

Nach seiner Oscar-verdächtigen Darstellung des Rudolf Abel in Bridge of Spies (2015) spielt Mark Rylance erneut eine größere Rolle in einem Steven Spielberg-Film. Die Dreharbeiten für The BFG beginnen bereits drei Monate nach Drehschluss von Bridge of Spies.

Zu den Drehorten gehören: Vancouver (British Columbia, Canada), Blenheim Palace, Woodstock (Oxfordshire, United Kingdom), Buckingham Palace, Westminster (London, United Kingdom) sowie Skye, Highland (Scotland, United Kingdom).

Die Filmmusik wird wieder von John Williams komponiert. Weitere bewährte Spielberg-Mitarbeiter sind Kamaramann Janusz Kamiński, Cutter Michael Kahn sowie die Produzenten Frank Marshall und Kathleen Kennedy. Die beeindruckenden visuellen Effekte stammen von Weta Digital.

Der Film ist eine Ko-Produktion zwischen Walt Disney Pictures, DreamWorks Pictures, Amblin Entertainment und Walden Media.

The BFG startet am 28. Juli 2016 in den deutschen Kinos.

2013

Steven Spielberg und Jeffrey Katzenberg spenden jeweils 10 Millionen Dollar für das Museum of Motion Pictures der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences (AMPAS). In Anerkennung der finanziellen Unterstützung werden die zwei Haupt-Galerien im Eingangsbereich nach ihnen benannt: The Marilyn and Jeffrey Katzenberg Gallery and The Spielberg Family Gallery.

Die Eröffnung des Museums ist für das Jahr 2017 geplant, mit Ausstellungen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Filmemachens. Das Museum wird von den Architekten Renzo Piano und Zoltan Pali entworfen – mit Ausmaßen von ca. 28.000 Quadratmeter – und wird neben dem Los Angeles County Museum of Art errichtet.

“Steven and Jeffrey share a passion for moviemaking and philanthropy,” sagt Walt Disney Company CEO Bob Iger, der die Stiftung zur Einrichtung des Museums leitet. “With these incredibly generous gifts, they are combining the two, moving us closer to our goal of building a museum to preserve the history of motion pictures and inspire the next generation of filmmakers.”

“I am so pleased to join with Jeffrey to help build this museum to celebrate, educate, and preserve the arts and sciences of motion pictures,” bemerkt Spielberg“Having our family name on the lobby floor is a deeply personal way to say how much motion pictures and the Academy have meant to all our lives.”

Katzenberg ergänzt: “Both Steven and I recognize that film’s global impact deserves a museum that reflects its unequaled heritage and serves as a beacon for the future of what we love. Marilyn and I appreciate the opportunity to be part of such a significant project.”

2012

Steven Spielberg, ursprünglich vorgesehen als Regisseur von Interstellar (2014), steigt aus dem Projekt aus und wird von Christopher Nolan ersetzt.

Die Produzentin Lynda Obst entwickelt die Story für den Film gemeinsam mit Kip Thorne, einem mehrfach ausgezeichneten Wissenschaftler der theoretischen Physik, der bereits an Robert Zemeckis‚ Film Contact (1997) mitgewirkt hatte.

Die Vorbereitungen für Interstellar beginnen im Jahr 2006, als Spielberg und Paramount Pictures Pläne für einen Science-Fiction-Film bekannt geben, der auf einem achtseitigen Treatment von Obst und Thorne beruht.

Ein Jahr später wird Jonathan Nolan damit beauftragt, das Drehbuch zu schreiben.

Als Spielberg mit seinem Produktionsstudio DreamWorks von Paramount zu den Walt Disney Studios „umzieht“, muss ein neuer Regisseur für Interstellar gefunden werden. Jonathan Nolan empfiehlt seinen Bruder Christopher Nolan, der im Jahr 2012 in das Projekt einsteigt.

Sein Film weicht deutlich ab von dem Skript, das von Jonathan Nolan in Zusammenarbeit mit Spielberg verfasst wurde. Die zahlreichen Unterschiede werden von Peter Sciretta auf Slashfilm.com erläutert.

2012

Marvel’s The Avengers (Drehbuch und Regie: Joss Whedon) ist der bis heute finanziell erfolgreichste Film im Marvel Cinematic Universe.

Nick Fury, Leiter der Organisation S.H.I.E.L.D., stellt ein Einsatzteam aus Superhelden zusammen, um Thors Bruder Loki daran zu hindern, die Erde zu unterwerfen. Das Team besteht aus: Iron Man, Captain America, Hulk und Thor.

The Avengers ist eine Marvel Studios-Produktion im Verleih der Walt Disney Studios und bietet ein handverlesenes Ensemble von Darstellern, darunter Robert Downey Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Tom Hiddleston, Clark Gregg, Cobie Smulders, Stellan Skarsgård und Samuel L. Jackson. Gwyneth Paltrow und Maximiliano Hernández spielen erneut ihre Rollen aus früheren Superhelden-Filmen. Einer der Väter der Avengers-Comicreihe, Stan Lee, hat einen Gastauftritt in einer Nachrichten-Sendung, und Harry Dean Stanton sieht man als Wachmann.

Die Ursprünge der Verfilmung gehen zurück ins Jahr 2007, als Zak Penn – Drehbuchautor von The Incredible Hulk (2008) – angeheuert wird, um das Drehbuch für The Avengers zu schreiben. Der Streik der Writers Guild of America sowie Probleme bei der Auswahl von Besetzung und Crew sorgen für erhebliche Verzögerungen. Im Jahr 2010 steht Joss Whedon vor der Unterzeichnung seines Vertrags als Regisseur, mit der Aufgabe, Penns Drehbuch-Entwurf zu finalisieren. Nachdem Whedon Penns Fassung gelesen hat, teilt er Produzent Kevin Feige mit, das Studio habe so gut wie garnichts in der Hand und solle am besten so tun, als ob “this draft never happened”. Um seine Vision des Films aufzuzeigen, verfasst Whedon ein fünfseitiges Treatment. Marvel nimmt Whedon unverzüglich unter Vertrag als Regisseur und Drehbuchautor. Die Dreharbeiten beginnen im Jahr 2011.

Kameramann Seamus McGarvey arbeitet mit der Digitalkamera Arri Alexa und wählt als Bildformat ein 1,85:1-Seitenverhältnis, um den unterschiedlichen Größen der Hauptfiguren gerecht zu werden. “We had to give them all precedence and width within the frame. Also, Joss [Whedon] knew the final battle sequence was going to be this extravaganza in Manhattan, so the height and vertical scale of the buildings was going to be really important.” Der Film wird in der Postproduction in Digital-3D konvertiert.

Insgesamt werden mehr als 2.200 Aufnahmen mit visuellen Effekten geschaffen. Daran beteiligt sind 14 VFX-Firmen, darunter Industrial Light & Magic (ILM), Weta Digital und Digital Domain abgeschlossen ist. ILM ist als Hauptauftragnehmer mitverantwortlich für die Erstellung der wichtigsten Effekte, u.a. für die Helicarrier, das New Yorker Stadtbild, digitale Körper-Doubles, sowie das Erscheinungsbild von Iron Man und Hulk.

Der Score wird von Alan Silvestri komponiert. Joss Whedon beschreibt die Filmmusik als “very old-fashioned, which is why [Silvestri] was letter-perfect for this movie because he can give you the heightened emotion, the [Hans Zimmer] school of ‘I’m just feeling a lot right now!’ but he can also be extraordinarily cue and character specific, which I love.”

The Avengers enthält viele Referenzen auf andere Filme, z.B. Poltergeist (1982), Jurassic Park (1993) und King Kong (1933). Beim Kinostart erhält The Avengers überwiegend positive Kritiken. Todd McCarthy von The Hollywood Reporter schreibt: “It’s clamorous, the save-the-world story is one everyone’s seen time and again, and the characters have been around for more than half a century in 500 comic book issues. But Whedon and his cohorts have managed to stir all the personalities and ingredients together so that the resulting dish, however familiar, is irresistibly tasty again.”

Der Film erhält zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen, darunter Oscar– und BAFTA-Nominierungen für die visuellen Effekte. The Avengers nimmt weltweit mehr als 1,5 Milliarden Dollar ein (bei einem Budget von 220 Millionen Dollar), die höchsten Einnahmen einer Comic-Adaption bzw. eines Superhelden-Films sowie die höchsten Einnahmen, die je ein Film der Walt Disney Studios erzielt hat.

The Avengers erzielt auch das höchste Einspielergebnis am Tag der Premiere (62,1 Mio. Dollar). Als im Jahr 2015 der Film Jurassic World diesen Rekord bricht (mit 64,1 Mio. Dollar), veröffentlichen die Marvel Studios eine Illustration über ihren Twitter-Account, in die männliche Hauptfigur aus Jurassic World einen T-Rex reitet und auf die Superhelden von The Avengers herabschaut – eine Remineszenz an frühere Zeiten, als Filmemacher wie George Lucas, Steven Spielberg und James Cameron sich gegenseitig in ganzseitigen Variety-Anzeigen für ihre Kassenerfolge gratulierten.