2017

Jerry Lewis, der große Komiker und Filmemacher, stirbt mit 91 Jahren. Für den jungen Steven Spielberg war er ein Mentor und Idol.

1968 nimmt Spielberg gemeinsam mit George Lucas an einem von Jerry Lewis‘ Regiekursen an der USC teil. Nachdem er der Klasse Spielbergs Kurzfilm Amblin’ vorgeführt hat, fasst Lewis zusammen: “That’s what filmmaking is about.”

Mehr: Jerry Lewis, Comedy Legend, Dies at 91 — Variety

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2013

Steven Spielberg sagt eine Implosion der Filmindustrie voraus, sollten mehrere Filme mit hohem Budget hintereinander an der Kinokasse enttäuschen.

Seine Aussagen verbreiten sich wie ein Lauffeuer in den Medien. Sie enstehen bei einer „Round Table“-Veranstaltung anlässlich der Eröffnung eines neuen Gebäudes der USC School of Cinematic Arts.

Der ebenfalls anwesende George Lucas stimmt zu, dass die Filmindustrie massive Veränderungen durchlebt. Der Verleih großer Filme wandele sich immer mehr zu einem Broadway-Modell: Dabei werden weniger Filme veröffentlicht, die dafür viel länger in den Kinos verbleiben, während die Ticketpreise auf neue Höchststände klettern. Lucas und Spielberg verkünden den USC-Studenten, sie seien dabei, ein Filmbusiness zu studieren, das sich in Kürze komplett verändern wird – wo selbst bewährte Talente zunehmend auf Probleme stoßen, ihre Filme in die Kinos zu bekommen.

Einige Ideen junger Filmemacher sind zu „fringe-y for the movies“, ​​sagt Spielberg. “That’s the big danger, and there’s eventually going to be an implosion — or a big meltdown. There’s going to be an implosion where three or four or maybe even a half-dozen megabudget movies are going to go crashing into the ground, and that’s going to change the paradigm.”

Lucas beklagt die hohen Kosten für die Vermarktung von Kinofilmen und den zunehmenden Druck, sie für die Massen zu produzieren und dabei das Nischenpublikum zu vernachlässigen. Er bezeichnet Kabelfernsehen als “much more adventurous” als das aktuelle Kinoprogramm: “I think eventually the Lincolns will go away and they’re going to be on television.” sagt Lucas. “The pathway to get into theaters is really getting smaller and smaller.”

Als Spielberg gefragt wird, ob er plant, Filme für Streaming-Unternehmen wie Netflix zu drehen, antwortet er: “I have nothing to announce.”

Nur zwei Monate nach Spielbergs Implosions-Vorhersage, scheitert Gore Verbinskis The Lone Ranger (geschätztes Budget: 225 Millionen Dollar) an der Kinokasse, gefolgt von finanziellen Enttäuschungen weiterer Big-Budget-Filme.

1994

Ehrendoktor für Spielberg: Die University of Southern California (USC), die Spielberg 1965 zweimal abgelehnt hatte, verleiht Spielberg nun einen „Honorary Degree“ (Ehrendoktor). Er akzeptiert unter der Bedingung, dass die Person, die ihn damals abgelehnt hatte, das Dokument mit unterzeichnet.

1994

Inspiriert durch seine Erfahrungen bei der Verfilmung von Schindler’s List gründet Steven Spielberg die Survivors of the Shoah Visual History Foundation. Ihre Mission: Die Dokumentation von Zeitzeugen-Berichten rassisch Verfolgter wie Juden, Roma und Sinti (sowie Angehöriger weiterer Verfolgtengruppen) in Form von Video-Interviews.

Alle Einahmen aus Schindler’s List (und Teile von Spielbergs Privatvermögen) fließen in die Stiftung, die heute eines der größten digitalen Videoarchive der Welt unterhält: fast 52.000 Interviews in 32 Sprachen und aus 56 Ländern.

Nach seiner Pensionierung im Jahr 1991 arbeitet Spielbergs Vater Arnold viele Jahre lang als Mentor und aktiver Unterstützer für die Stiftung.

2006 geht die Stiftung eine Partnerschaft ein mit der University of Southern California und wird umbenannt in USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education.

I Witness, die Instituts-Website für Lehrer und Schüler ermöglicht den geführten Zugriff auf mehr als 1.500 Zeitzeugen-Berichte. Mehr als 39.000 Pädagogen erhielten durch das Institut ein Training, um Zeitzeugen-Berichte in den Unterricht zu integrieren.

1966

An der Berliner Mauer sind inzwischen mehr als 60 Menschen beim Versuch ums Leben gekommen, in den Westen zu flüchten.

George Lucas dreht an der USC seinen ersten Kurzfilm und gibt ihm den deutschen Titel Freiheit (3 Min.). In einer fulminant geschnittenen Sequenz zeigt er, wie ein Mensch eine Grenzmarkierung überwinden will und dabei erschossen wird.

1965

Steven Spielberg macht seinen Schulabschluss an der Saratoga High School.

Von der USC abgelehnt: An der University of Southern California (USC), an der er Filmseminare besuchen will, wird Spielberg wegen seiner schlechten Schulnoten wiederholt abgelehnt.

Notgedrungen beginnt er ein Studium für Englische Literatur an der California State University, Long Beach (CSULB).