2016

Bryan Cranston spielt US-Präsident Lyndon B. Johnson in All The Way (Regie: Emmy Award-Gewinner Jay Roach). Die TV-Adaption des gleichnamigen Broadway-Stücks von Robert Schenkkan wird von Amblin Television, Tale Told Productions und Moon Shot Entertainment für HBO produziert. Steven Spielberg, Darryl Frank & Justin Falvey sowie Robert Schenkkan und Bryan Cranston sind als Executive Producer beteiligt.

All the Way erzählt die Geschichte von Lyndon B. Johnsons Übernahme der Präsidentschaft nach dem Attentat auf John F. Kennedy. Die Verfilmung zeigt seine Anstrengungen, auf der einen Seite die Mitglieder des 88. United States Congress zur Unterzeichnung des Civil Rights Act of 1964 (Abschaffung der Rassentrennung) zu bewegen und auf der anderen Seite Bürgerrechts-Aktivisten wie Martin Luther King, Jr. als Unterstützer zu gewinnen.

In weiteren Rollen spielen Anthony Mackie als Martin Luther King Jr., Melissa Leo als Lady Bird Johnson und Bradley Whitford als Hubert Humphrey.

Für seine Bühnendarstellung von Lyndon B. Johnson gewann Bryan Cranston 2014 einen Tony Award. Als Hauptdarsteller in Trumbo (2015) erhielt er eine Academy Award-Nominierung. Cranston wurde bekannt als “Walter White” in der AMC-Serie Breaking Bad (2008), für die er viermal hintereinander als Hauptdarsteller mit dem Emmy Award ausgezeichnet wurde.

Cranston willigte sofort ein, in der TV-Adpation von All the Way erneut die Hauptrolle zu spielen. Die Aussage des Stücks über den Mut des Präsidenten, den Civil Rights Act in der angespannten Zeit des Jahres 1964 durchzusetzen, ist ihm sehr wichtig: “We could now reach millions more and tell this important story by way of HBO.”

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2015

Amazing Stories

Amazing Stories erfährt eine Neuauflage bei NBC.

Der TV-Sender unterzeichnet einen Vertrag mit dem Fernsehproduzent und Drehbuchautor Bryan Fuller (Hannibal). Er soll die von Steven Spielberg ins Leben gerufene Anthologie-Serie wieder aufleben lassen, die es zwischen 1985-87 im NBC-Sender auf immerhin zwei Staffeln brachte und von Rod Serlings Anthologie-Serie Twilight Zone (1959-1964) inspiriert war.

Fuller schreibt das Drehbuch für die Pilotfolge und dient als Executive Producer – neben Universal Television and Amblin Television. So wie bei Spielbergs Originalserie lädt Fuller verschiedene Regisseure ein, ihre Story-Ideen für Episoden einzubringen, bei denen sie dann auch Regie führen können.

Anders als anfänglich berichtet ist Steven Spielberg durchaus kreativ beteiligt, wie Bryan Fuller in einem Interview mit Crave erläutert:

I have had three meetings on Amazing Stories, two of them with Steven Spielberg. So from my experience he is very involved. I’ve pitched him ten stories for episodes and he has approved five of them, and no story moves forward without Mr. Spielberg’s approval.

Titel: © Amblin Entertainment

2015

Das Alien-Drama The Whispers wird vom Sender ABC nach nur einer Staffel eingestellt. Die Serie basiert auf der 1951 veröffentlichten Ray Bradbury-Kurzgeschichte Zero Hour aus dem Buch The Illustrated Man. Die Serie wird von Amblin Television produziert, mit Steven Spielberg als Executive Producer.

Zum Darsteller-Ensemble gehören Lily Rabe, Barry Sloane, Milo Ventimiglia, Kristen Connolly und Derek Webster. The Whispers wird zunächst als ein Rennen gegen die Zeit konzipiert, bei dem eine unsichtbare außerirdische Macht daran gehindert werden soll, die Welt mit der Hilfe von Kindern zu zerstören. Allerdings macht ABC nach der Pilotfolge einen Rückzieher, was die außerirdische Macht betrifft und ändert die Serie in Richtung Mystery-Thriller.

Die Serie startet mit guten Einschaltquoten, doch sie gerät ins Trudeln, als die Hauptdarsteller nur noch zeitweise eingesetzt werden und die Handlung von Los Angeles, wo der Pilot gedreht wurde, nach Vancouver in Kanada verlegt wird, um die Vorteile der dortigen Steueranreize zu nutzen.

Amblin Television erlebt den Abbruch mehrerer Eigenproduktionen, nachdem der Sender CBS die Serien Under the Dome (2013-15) und Extant (2014-15) beendet, TNT die Serie Falling Skies (2011-15) einstellt und Fox die Serie Minority Report (2015) von 13 auf 10 Episoden kürzt.

Dafür erhält Amblin Television von CBS den Auftrag für American Gothic, eine Kriminalserie über den Patriarchen einer angesehen Bostoner Familie, mit einer angepeilten Premiere im Sommer 2016.

2015

Die TV-Serie Minority Report ist angelehnt an Steven Spielbergs Kinofilm Minority Report (2002).

Die Serie spielt im Washington, DC des Jahres 2065 – elf Jahre nach den Ereignissen des Films – und erzählt die Geschichte von Dash (Stark Sands), einem Precog, der die Fähigkeit besitzt, Verbrechen vorherzusagen. Nachdem die Precrime-Einheit im Jahr 2054 aufgelöst wurde, ist die Strafverfolgungsbehörde gezwungen, auf fortgeschrittenere Methoden zu setzen. Dash, sein Zwillingsbruder Arthur (Nick Zano) sowie ihre Ziehschwester Agatha (Laura Regan, die Samantha Morton aus der Filmfassung ersetzt) waren Teil des ursprünglichen Precrime-Programms. Dash nutzt seine Fähigkeiten, um Detective Lara Vega (Meagan Good) bei der Verhinderung von Straftaten zu unterstützen, während er versucht, seine seltene Gabe zu verbergen, denn es gibt Parteien, die versuchen, um jeden Preis der Precogs habhaft zu werden.

Die erste TV-Adaption eines Steven Spielberg-Films erlebt im September 2015 seine Premiere auf Fox. Das Drehbuch wird von Max Borenstein geschrieben. Er dient auch als Executive Producer, neben Steven Spielberg, Justin Falvey und Darryl Frank.

Der Pilot erreicht 3,1 Millionen Zuschauer, doch aufgrund enttäuscher Resonanz auf die weiteren Folgen und zwiespältiger Kritiken kürzt Fox die Anzahl der Folgen von 13 auf 10.

2014

Extant, eine von Mickey Fisher entwickelte Science-Fiction-TV-Serie (Executive Producer: Steven Spielberg), erzählt die Geschichte der Astronautin Molly Woods (Halle Berry), die nach 13 Monaten einer Solo-Mission zu ihrer Familie auf die Erde zurückkehrt – und auf unerklärliche Weise schwanger ist.

Unter Umgehung der üblichen Pilotphase bestellt CBS auf Anhieb 13 Episoden bei Amblin Television.

Die erste Folge der Serie erreicht mehr als 11 Millionen Zuschauer. Extant erhält allgemein positive Bewertungen. Kritiker loben die ungewöhnliche Herangehensweise an einige bekannte Elemente und die starke Performance von Halle Berry.

Dennoch beschließt CBS im Jahr 2015, die Serie nach zwei Staffeln einzustellen (26 Folgen).

2013

Under the Dome – eine einfallsreiche Science-Fiction-Serie (Executive Producer: Steven Spielberg) startet im Fernsehsender CBS. Der dänische Regisseur Niels Arden Oplev produziert die Serie und führt bei der Pilotfolge Regie.

Die gemeinsam von Amblin Television und DreamWorks Television entwickelte Serie beruht auf Stephen Kings gleichnamigen Roman und spielt in der fiktiven Kleinstadt Chester’s Mill. Eines Tages befindet sich eine riesige, transparente und scheinbar unzerstörbare Kuppel über der Stadt und trennt die Bewohner vom Rest der Welt. Ohne Internet-Zugang, Handy-Signal und mit begrenzter Sende- und Empfangsmöglichkeit per Funk müssen die Menschen unter der Kuppel einen Weg finden, mit knapper werdenden Ressourcen und zunehmenden Spannungen umzugehen.

Zu den Darstellern gehören Mike Vogel, Rachelle Lefevre, Natalie Martinez, Britt Robertson, Alexander Koch und viele andere. Die Pilotfolge erhält gute Bewertungen, und auch die ersten Folgen stoßen auf ein positives Echo.

Stephen King, der auch das Drehbuch für die Startfolge der zweiten Staffel schreibt, merkt an: “The TV version of Under the Dome varies considerably from the book version.” Und er bezeichnet die Serie als “very good”.

Die Pilotfolge bricht Rekorde bei der Zuschauer-Resonanz: Die Premiere ist die Beste der Sommersaison seit 1992. Die erste Staffel erreicht eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 11,19 Millionen Live-Zuschauern, die zweite Staffel immerhin noch 7,17 Millionen – wobei die DVR Zuschauerzahlen noch deutlich höher liegen.

Die Serie steht vier Tage nach der Ausstrahlung auf CBS für den Streaming-Empfang auf Amazon Video-Geräten zur Verfügung. Der Deal mit Amazon hilft CBS dabei, die hohen Produktionskosten von fast 3 Millionen Dollar pro Episode zu mildern.

Im Jahr 2015 stellt CBS die Serie nach drei Staffeln ein (39 Folgen).

2013

Steven Spielberg sagt eine Implosion der Filmindustrie voraus, sollten mehrere Filme mit hohem Budget hintereinander an der Kinokasse enttäuschen.

Seine Aussagen verbreiten sich wie ein Lauffeuer in den Medien. Sie enstehen bei einer „Round Table“-Veranstaltung anlässlich der Eröffnung eines neuen Gebäudes der USC School of Cinematic Arts.

Der ebenfalls anwesende George Lucas stimmt zu, dass die Filmindustrie massive Veränderungen durchlebt. Der Verleih großer Filme wandele sich immer mehr zu einem Broadway-Modell: Dabei werden weniger Filme veröffentlicht, die dafür viel länger in den Kinos verbleiben, während die Ticketpreise auf neue Höchststände klettern. Lucas und Spielberg verkünden den USC-Studenten, sie seien dabei, ein Filmbusiness zu studieren, das sich in Kürze komplett verändern wird – wo selbst bewährte Talente zunehmend auf Probleme stoßen, ihre Filme in die Kinos zu bekommen.

Einige Ideen junger Filmemacher sind zu „fringe-y for the movies“, ​​sagt Spielberg. “That’s the big danger, and there’s eventually going to be an implosion — or a big meltdown. There’s going to be an implosion where three or four or maybe even a half-dozen megabudget movies are going to go crashing into the ground, and that’s going to change the paradigm.”

Lucas beklagt die hohen Kosten für die Vermarktung von Kinofilmen und den zunehmenden Druck, sie für die Massen zu produzieren und dabei das Nischenpublikum zu vernachlässigen. Er bezeichnet Kabelfernsehen als “much more adventurous” als das aktuelle Kinoprogramm: “I think eventually the Lincolns will go away and they’re going to be on television.” sagt Lucas. “The pathway to get into theaters is really getting smaller and smaller.”

Als Spielberg gefragt wird, ob er plant, Filme für Streaming-Unternehmen wie Netflix zu drehen, antwortet er: “I have nothing to announce.”

Nur zwei Monate nach Spielbergs Implosions-Vorhersage, scheitert Gore Verbinskis The Lone Ranger (geschätztes Budget: 225 Millionen Dollar) an der Kinokasse, gefolgt von finanziellen Enttäuschungen weiterer Big-Budget-Filme.