2012

Die Producers Guild of America (PGA) ehrt Steven Spielberg mit dem David O. Selznick Achievement Award. Spielberg erhält die Auszeichnung im Rahmen der 23th Annual Producers Guild Awards im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles. Dort wird ein Special Tribute-Film vorgeführt, mit Ausschnitten aller Filme, bei denen Spielberg als Produzent oder Ausführender Produzent beteiligt war (Videoclip).

Die Producers Guild Awards Co-Vorsitzenden Paula Wagner und Michael Manheim geben folgendes Statement ab:

“As one of the most prolific filmmakers of all time, Steven’s continued genius, imagination and fearlessness in the world of feature film entertainment is unmatched in this industry. Steven has produced some of the most iconic films in the history of cinema and we have no doubt he will continue to bring thrilling adventures, emotionally moving storylines, thought provoking characters and cult classics to audiences across the globe. We’re extremely proud to recognize Steven’s contributions to the producing craft as well as the entire film industry with the David O. Selznick honor.”

Steven Spielberg bedankt sich, indem er sagt:

“David O. Selznick is a true legend in the producing field, and I am tremendously honored to be associated with his name and to join the company of so many distinguished filmmakers who have received this accolade. I am extremely grateful to the Producers Guild.”

Die Auszeichnung ging in früheren Jahren an legendäre Produzenten wie Stanley Kramer, Saul Zaentz, Clint Eastwood, Billy Wilder, Brian Grazer, Jerry Bruckheimer, Roger Corman, Laura Ziskin, Kathleen Kennedy & Frank Marshall, John Lasseter und Scott Rudin.

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2006

Disney kauft Pixar für 7,4 Milliarden Dollar in Aktien.

Durch die Übernahme verfügt Steve Jobs, mit 50,1% mehrheitlicher Anteilseigner von Pixar, über den größten Aktienanteil einer Einzelperson an Disney (7%) und erhält einen Sitz im Disney-Vorstand.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Pixar’s Executive Vice President John Lasseter zum Chief Creative Officer ernannt. Edwin Catmull, Mitbegründer von Pixar, behält seine Position als Geschäftsführer und leitet zudem die Walt Disney Animation Studios.

1998

In A Bug’s Life sucht Flik, eine Ameise mit Außenseiter-Status, nach „harten Kriegern“, die seine Kolonie vor plündernden Heuschrecken beschützen können. Pixars zweiter Animationsfilm entsteht wieder unter der Regie von John Lasseter (mit Co-Regisseur Andrew Stanton) und in Co-Produktion mit Walt Disney Pictures.

Die Story ist inspiriert von Aesops Fabel Die Ameise und die Heuschrecke, aber auch von Akiro Kurosawas Seven Samurai (1954). Als Flik glaubt, ein paar Krieger gefunden zu haben, entpuppen sie sich als eine unfähige Zirkustruppe – und fügen der Geschichte einen Hauch von Federico Fellini hinzu. Die beiden Hauptcharakter werden im Original von Dave Foley und Kevin Spacey gesprochen. Am Ende des Films fügt Lasseter Outtakes ein, in denen die animierten Figuren wie reale Schauspieler Szenen verpatzen.

Während der Produktion kommt es zwischen DreamWorksJeffrey Katzenberg, and Pixar’s Steve Jobs zu einer öffentlich ausgetragenen Fehde, als der ehemalige Disney-Manager Katzenberg DreamWorks Animation gründet, um Disney auf dem Gebiet des Animationsfilms Konkurrenz zu machen. Der erste Film heißt Antz.

Antz erzählt die Geschichte von Z-4195, einer individualistischen Arbeiter-Ameise, im Original gesprochen von Woody Allen. Die Figur hat viel von seinem typischen Humor, was daran liegt, dass Allen viele seiner Dialoge selbst schreibt. Die weiteren Figuren werden im Original gesprochen von (ihren Look-alikes): Sylvester Stallone, Sharon Stone, Gene Hackman, Jennifer Lopez, Dan Aykroyd, Anne Bancroft, Christopher Walken und Danny Glover.

Sowohl in Antz, als auch in A Bug’s Life steht ein exzentrisches Insekt im Mittelpunkt, das die Hand der Prinzessin gewinnt, indem es seine Kolonie rettet. A Bug’s Life ist insgesamt familienfreundlicher und fröhlicher, während Antz mit anzüglichen Sprüchen und satirischen Seitenhieben auf Politik und Gesellschaft vor allem Teenager und Erwachsene anspricht.

Obwohl DreamWorks Antz einen Monat früher in die Kinos bringt, wird der Film von der Pixar-Konkurrenz an der Kasse überflügelt: Antz verdient zwar gut (172 Millionen Dollar), aber A Bug’s Life ist mit 363 Millionen Dollar klarer Sieger. Beide Filme werden von der Kritik gelobt.

1995

In John Lasseters Toy Story erleben wir die Abenteuer einer Gruppe von Action-Figuren, Spielzeugtieren usw., die stets darauf bedacht sind, leblos zu wirken, wenn ein Mensch in der Nähe ist. Die Gruppe wird angeführt von Woody (im Original gesprochen von Tom Hanks) und Buzz Lightyear (im Original gesprochen von Tim Allen).

Toy Story is der erste Computer-animierte Film in Spielfilmlänge und der erste Spielfilm der Pixar Animation Studios (gemeinsam produziert mit Walt Disney Pictures).

Der Ausführende Produzent (und Pixar-Eigentümer) Steve Jobs finanziert die Produktion zeitweise aus seinem Privatvermögen, als die Disney-Manager Jeffrey Katzenberg and Peter Schneider wegen künstlerischer Differenzen und Budget-Sorgen die Produktion vorübergehend einstellen. Am Ende beträgt das Budget moderate 30 Millionen Dollar.

Als Toy Story schließlich in die Kinos kommt, nimmt der Film weltweit mehr als 361 Millionen Dollar ein und wird von vielen Kritikern als einer der besten Animationsfilme aller Zeiten bezeichnet. Besonders gelobt wird die technisch innovative Animation und die Raffinesse des Drehbuchs.

Bei den Academy Awards wird der Film in drei Kategorien nominiert: Best Original Screenplay, Best Original Score (Randy Newman) und Best Original Song (“You’ve Got a Friend in Me”). Ausgezeichnet wird Toy Story mit einem Special Achievement Academy Award.

Der Film bringt zwei Fortsetzungen hervor (1999 und 2010).

1986

Steve Jobs verlässt Apple. Für 5 Millionen Dollar kauft er George Lucas eine Abteilung der Lucasfilm Graphics Group ab und gründet mit John Lasseter ein Unternehmen, aus dem die heutigen Pixar Animation Studios hervorgehen werden.

1985

Barry Levinsons Young Sherlock Holmes beruht auf Charakteren von Sir Arthur Conan Doyle. Der Film erzählt vom jungen Sherlock Holmes (Nicholas Rowe) und John Watson (Alan Cox), die in einem Londoner Internat aufeinander treffen und ihren ersten Fall lösen. Sie werden dabei unterstützt von Elizabeth Hardy (Sophie Ward), einer Freundin von Holmes, in die er sich verliebt.

Chris Columbus über die Entstehung seines Drehbuchs: „The thing that was most important to me was why Holmes became so cold and calculating, and why he was alone for the rest of his life.“ „That’s why he is so emotional in the film; as a youngster, he was ruled by emotion, he fell in love with the love of his life, and as a result of what happens in this film, he becomes the person he was later.“

Steven Spielberg ist Ausführender Produzent, und Dennis Muren überwacht die eindrucksvollen visuellen Effekte. Young Sherlock Holmes enthält die erste vollständig computergenerierte, fotorealistische Animationsfigur: ein Ritter, der sich aus Elementen eines Buntglasfenster zusammensetzt (vgl. Videoclip). Zum ersten Mal wird ein CGI-Charakter gescannt und mit einem Laser direkt auf Film übertragen. Der Effekt wird von John Lasseter entwickelt, damals CGI-Experte der Lucasfilm Graphics Group, später Leiter der Pixar Animation Studios.

Dies ist einer von nur drei Amblin Entertainment-Produktionen, in denen das Logo von dem dafür komponierten Thema (John Williams) untermalt wird; die anderen sind The Color Purple und Richard Benjamins The Money Pit (1986).

Young Sherlock Holmes erhält zwiespältige Kritiken und enttäuscht an der Kinokasse: Bei einem Budget von 18 Millionen Dollar liegen die Einnahmen in USA nur bei 19 Millionen Dollar.

Filmkritikerin Pauline Kael kommt zu dem Schluss: „This sounds like a funnier, zestier picture than it turns out to be…. As long as the movie stays within the conceits of the Holmesian legends, it’s mildly, blandly amusing. But when one of the imperilled old men gives an elaborate account of the background of the villainy… your mind drifts and you lose the plot threads. And when the picture forsakes fog and coziness and the keenness of Holmes‘ intellect – when it starts turning him into a dashing action-adventure hero – the jig is up…. the movie lets you down with a thump when Holmes and his companions enter a wooden pyramid-temple hidden under the London streets…. There’s a resounding hollowness at the center of this picture – Levinson’s temple of doom“.