2016

Die chinesische Filmproduktionsgesellschaft Alibaba Pictures und Steven Spielbergs Amblin Partners gehen eine strategische Partnerschaft ein. Alibaba Pictures wird gemeinsam mit Amblin Partners Filme für den Weltmarkt und den chinesischen Markt koproduzieren und finanzieren. Die Zusammenarbeit beinhaltet auch das Marketing, den Verleih und das Merchandising von Amblin Partners-Filmen in China.

Das Publikum des bevölkerungsreichsten Staats der Erde erhält mithilfe der größten chinesischen Filmgesellschaft auf breiter Ebene Zugang zu Filmen von Steven Spielberg (Regie, Produktion) und somit zu seiner humanistischen Weltanschauung.

Alibaba Pictures erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung an Amblin Partners und einen Sitz im Vorstand.

Steven Spielberg reist nach China und gibt folgendes Statement ab:

“We are proud and excited that such a valued company as Alibaba Pictures is joining with our other highly-respected partners, Reliance EntertainmentParticipant Media and Entertainment One, in building our growth and strengthening our company even further.”

via  Steven Spielberg’s Amblin Partners Inks Strategic Pact With Alibaba Pictures — Variety

2016

Steven Spielberg wird mit dem Blue Peter Badge ausgezeichnet – der höchsten Auszeichnung des Kinderprogramms der BBC.

Damit gehört er zu einem illustren Kreis von Preisträgern wie der Queen, JK Rowling und Sir David Attenborough. Spielberg gesteht, er hätte insgeheim immer gehofft, den Preis eines Tages zu erhalten.

“I’m going to wear it with pride. I’ve been aware of Blue Peter ever since I started making movies here in 1980. I made Raiders of the Lost Ark here in the UK in 1980. This is my first Blue Peter badge … so thank you.”

2016

Steven Spielberg wird Mitglied im Board of Governors der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Ebenfalls zu den neu gewählten Mitgliedern gehört Laura Dern, bekannt für die weibliche Hauptrolle in Spielbergs Jurassic Park (1993).

Weitere Board-Mitglieder, mit denen Spielberg bereits zusammengearbeitet hat, sind u.a.:

Actors: Tom Hanks
Casting directors: Lora Kennedy
Costume designers: Deborah Nadoolman Landis
Designers: Jim Bissell, Rick Carter
Film editors: Carol Littleton
Makeup artists and hairstylists: Lois Burwell
Producers: Mark Johnson, Kathleen Kennedy
Public relations: Cheryl Boone Isaacs, Marvin Levy
Sound: Mark Mangini, Scott Millan
Visual effects: Craig Barron, John Knoll
Writers: Robin Swicord

The Academy of Motion Picture Arts and Sciences has announced its new board of governors for 2016-17, which includes director Steven Spielberg and actress Laura Dern. The Film Editors branch will require a run-off election after a tie between candidates Maryann Brandon and Mark Goldblatt. Here are the new governors elected: Laura Dern, Actors Branch……

via Academy’s New Board of Governors Includes Steven Spielberg — Variety

2016

Steven Spielberg spricht bei der Abschlussfeier zu den Absolventen der Harvard University und gibt ihnen Denkanstöße auf ihren Lebensweg.

Doch es geht nicht nur um ernste Themen, denn auch hinter dem Rednerpult weiß Spielberg sein Publikum gut zu unterhalten…

Transcript der Rede

Die Liste der Redner aus den vergangenen Jahren ist beeindruckend…

The BFG (2016)

Steven Spielbergs 3D-Fantasy-Abenteuerfilm The BFG beruht auf Roald Dahls 1982 veröffentlichtem Kinderbuch, das im deutschen Sprachraum unter dem Titel „Sophiechen und der Riese“ erschien (1985 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet).

Die Verfilmung von The BFG ist eine Koproduktion von Walt Disney Pictures, DreamWorks Pictures, Amblin Entertainment und Walden Media.

US-Poster und Szenenfotos: © 2016 DreamWorks II Distribution Co., LLC, Disney Enterprises, Inc., and Walden Media

Deutschsprachiges Poster: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Das Drehbuch für The BFG stammt aus der Feder von Melissa Mathison, die auch das Drehbuch für Spielbergs E.T. – The Extra-Terrestrial (1982) schrieb. The BFG ist ihr gewidmet, denn sie verstarb 2015. Auch die „Tagline“ des Plakats weckt Erinnerungen an E.T. – The Extra-Terrestrial.

Spielberg über seine Zusammenarbeit mit Mathison:

“I don’t miss Melissa yet because I haven’t had the chance to mourn her, because she is still with me. I’m not saying that in a supernatural way, because Melissa is alive in every single frame of The BFG. She has been with me all through this process and she is as tangible as if she were sitting next to me. What I’m not looking forward to is when I finish with The BFG and I have to face the fact that Melissa is no longer with me.”

“Melissa could do something most of us could not. She observed people without judging them. The only other people I can think of who observe with curiosity and without judgment are children. And I think that’s why she understood them and wrote them better than anyone else.”

Der BFG ist ein Guter Riese (Big Friendly Giant) und ein Sonderling im Land der Riesen. Er ist acht Meter groß, mit riesigen Ohren und einem scharfen Geruchssinn. Er lebt zurückgezogen, ist auf liebenswerte Art „schwer von Begriff“ und hat eine ungewöhnliche Ausdrucksweise. Andere Riesen wie Knochenknacker, Hackepeter und Fleischfetzenfresser sind doppelt so groß und beängstigend. Nach ihrer Ankunft im Land der Riesen fürchtet sich die 10-jährige Sophie anfänglich vor dem geheimnisvollen BFG, der sie in seine Höhle verschleppt hat. Doch schon bald erkennt sie sein sanftes Wesen. Gemeinsam treten sie gegen die bösen, menschenfressenden Riesen an, von denen die Welt der Menschen bedroht wird.

Spielberg erinnert sich, wie er Roald Dahls Buchvorlage seinen Kindern vorgelesen hat:

“They loved the privacy and secrecy of his own special giant-speak. And they also loved that this little 8-year-old girl can tell a 26-foot-tall giant what to do.”

Zum ersten Mal führt Spielberg Regie unter der Marke DisneyEr erklärt, was ihn an dem Stoff reizt:

“It’s a story about friendship, it’s a story about loyalty and protecting your friends and it’s a story that shows that even a little girl can help a big giant solve his biggest problems.”

Zum Cast von The BFG gehören Ruby Barnhill, Mark Rylance, Penelope Wilton, Jemaine Clement, Rebecca Hall, Rafe Spall und Bill Hader.

Dies ist der erste Spielberg-Film mit einer weiblichen Hauptrolle seit The Color Purple (1985).

The BFG ist Spielbergs zweite Zusammenarbeit mit Mark Rylance, der  für seine Rolle in Bridge of Spies (2015) einen Academy Award gewann. In die Rolle des BFG schlüpft er mittels Motion-Capture – ein Verfahren zur digitalen Aufzeichnung der Mimik und Gestik von Darstellern, das Spielberg zuletzt in The Adventure of Tintin (2011) zum Einsatz brachte.

Steven Spielberg versucht (vergeblich), Gene Wilder zu einem Gastauftritt zu überreden. Er spielte die Titelrolle in der Roald Dahl-Verfilmung Willy Wonka & the Chocolate Factory (1971).

Die Dreharbeiten finden zwischen dem 23. März bis 16. Juni 2015 statt, gefolgt von umfangreichen Post-Production-Arbeiten. Zu den Drehorten gehören Vancouver in Kanada sowie Schottland und England.

Die Entwicklung des Projekts geht zurück bis in das Jahr 1991: Frank Marshall und Kathleen Kennedy verhandeln mit Paramount Pictures – zu diesem Zeitpunkt soll Robin Williams die Titelrolle spielen. 1998 liefern Robin Swicord und Nicholas Kazan ein Drehbuch, das 2001 von Gwyn Lurie überarbeitet wird.

Im September 2011 erwirbt DreamWorks die Filmrechte für das Buch. Mit an Bord sind Kennedy und Marshall als Produzenten sowie Melissa Mathison als Drehbuchautorin. John Madden wird als Regisseur gehandelt, bis im April 2014 Steven Spielberg die Regie übernimmt (Madden bleibt dem Projekt als Executive Producer verbunden). Nachdem Walden Media zustimmt, sich an der Finanzierung zu beteiligen, kann Walt Disney Studios für die Ko-Finanzierung gewonnen werden.

Zu den regulären Mitgliedern von Spielbergs Team zählen: Kameramann Janusz Kaminski, Cutter Michael Kahn, Komponist John Williams, Produktionsdesigner Rick Carter und Kostümdesignerin Joanna Johnston. Die visuellen Effekte werden von Weta Digital geschaffen.

Produziert wird der Film von Steven Spielberg, Frank Marshall und Sam Mercer – mit Kathleen Kennedy, John Madden, Kristie Macosko Krieger, Michael Siegel, Frank Smith und Naia Cucukov als Executive Producers.

Roald Dahls Bücher, zu denen auch “Charlie and the Chocolate Factory,” “James and the Giant Peach” und “Matilda” zählen, wurden in 58 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 200 Millionen mal verkauft. “The BFG” war ursprünglich als Gutenacht-Geschichte gedacht und zählt zu Dahls Lieblingsgeschichten. Sie wird nun zum ersten Mal mit Schauspielern verfilmt und kommt pünktlich zu Roald Dahls 100. Geburtstag in die Kinos.

Spielberg über die Verantwortung, möglichst dicht an Roald Dahls Vorlage zu bleiben:

“It was very important for us to be loyal to the language, and the great writer Melissa Mathison, who also wrote ‘E.T.: The Extra-Terrestrial,’ wrote ‘The BFG.’”

Roald Dahls Buch besticht vor allem durch die Fantasiesprache Gobblefunk, die er seinem Riesen in den Mund gelegt hat. Sie ist auch in den Film eingeflossen. Beispiele aus der deutschen Fassung (vgl. engl. Originalversion):

delikatzig vorzüglich
Blubberwasser grünes Getränk, dessen Kohlensäure nach unten bitzelt
Fürbisfuchen Kürbiskuchen
schlotzt lecker, schön, prima
Zauberzischler schöner Traum
Leberwesen Menschen
Geohrwurmster Gehorsamster
Gigaraffen Giraffen
Majonäse Majestät
oberschleckerhammerhaft lecker
Rotzgurke eklig stinkendes Gemüse aus dem Land der Riesen
Unter‘m Arm nehmen auf den Arm nehmen
Alpenträumern Albtraum
Furzelbaum Furz
Wesserbisser Besserwisser
Weises Kind Waisenkind
Quissel-Quassel-Glotzglimmer-Box Fernseher
Lieblingsspeiserich köstlich, lecker

Die Weltpremiere findet am 14. Mai während des Filmfestivals in Cannes statt, wo der Film „Out of Competition“ gezeigt wird (auch E.T. – The Extraterrestrial (1982) hatte dort seine Weltpremiere). Wie E.T. erhält auch The BFG stehende Ovationen:

Variety-Kritiker Peter Debruge schreibt nach der Premiere in Cannes:

“That’s the beauty of Roald Dahl’s The BFG, as brought to life by recent Oscar winner Mark Rylance: You believe. No matter how fantastical the tale (and it gets pretty out-there at points), this splendid Steven Spielberg-directed adaptation makes it possible for audiences of all ages to wrap their heads around one of the unlikeliest friendships in cinema history, resulting in the sort of instant family classic “human beans” once relied upon Disney to deliver.”

Teaser-Trailer anschauen

Der Film startet am 1. Juli in den USA und ab 21. Juli in Deutschland.

2016

NBCUniversal erwirbt DreamWorks Animation für 3,8 Milliarden Dollar.

Der Deal muss noch von den US-Regulierungsbehörden genehmigt werden. Die DreamWorks Animation-Marke bleibt erhalten.

Jeffrey Katzenberg, DreamWorks Animation CEO, wird Chairman der DreamWorks Animation New Media. Chris Meledandri, Leiter der zu Universal gehörenden Abteilung Illumination Entertainment, wird die laufenden Geschäfte überwachen.

DreamWorks Animation entstand ursprünglich durch einen Zusammenschluss der Feature Animation-Abteilungen von DreamWorks SKG und Pacific Data Images (PDI). 2004 ging das Unternehmen an die Börse, mit Jeffrey Katzenberg als CEO. Steven Spielberg und David Geffen blieben an Bord als Investoren und Consultants – und profitieren nun als Teilhaber in erheblichem Maße von dem Verkauf an NBCUniversal.

Das Studio hat mehr als 30 Animationsfilme in die Kinos gebracht, darunter die äußerst erfolgreichen Filmreihen Shrek, Madagascar, Kung Fu Panda und How to Train Your Dragon.

2016

Frank Marshall wird auf der CinemaCon, der jährlichen Filmindustrie-Messe in Las Vegas als “International Filmmaker of the Decade“ geehrt.

1981 gründete Marshall und Kathleen Kennedy gemeinsam mit Steven Spielberg die Produktionsfirma Amblin Entertainment und produzierte viele erfolgreiche Filme wie  Gremlins (1984), Who Framed Roger Rabbit? (1988) und die Back to the Future-Trilogie (1985, 1989, 1990).

Als Produzent erhielt Marshall fünf Oscar-Nominierungen in der Kategorie Best Picture für The Curious Case of Benjamin Button (2008), Seabiscuit (2003), The Sixth Sense (1999), The Color Purple (1985) und Raiders of the Lost Ark (1981).

Mit dem Thriller Arachnophobia (1990) gab er sein Regiedebüt.

Nach zehn Jahren bei Amblin gründeten Marshall und Kennedy ihre eigene Firma: die Kennedy/Marshall Company. Marshall wurde alleiniger Inhaber, als Kennedy 2012 die Führung von Lucasfilm übernahm.

Marshall produzierte auch den Rekorde brechenden Film Jurassic World (2015) sowie Steven Spielbergs The BFG (2016).