1958

8mm Film

Steven dreht die nächsten 8mm-Filme: The Last Gunfight, ein 9-minütiger Stummfilm mit Westernszenen, die von John Ford-Motiven inspiriert sind. 

Für A Day in the Life of Thunder spannt er einen kleinen Kamerawagen hinter den Cockerspaniel der Familie, und lässt Thunder den Film „drehen“. Die Idee greift Spielberg in der Anfangssequenz von Poltergeist (1982) wieder auf.

1958

Freedom from Fear, Gemälde von Norman Rockwell, 1943
Foto © „Freedom from Fear“, Gemälde von Norman Rockwell, 1943

Steven wird Pfadfinder und erblickt in der Versammlungshalle ein Bild von Norman Rockwell (Spirit of America). Er ist so beeindruckt, dass er als berühmter Regisseur das Original erwerben wird.

Das oben abgebildete Rockwell-Motiv Freedom from Fear setzt Spielberg in Empire of the Sun (1987) prominent in Szene. Im Prolog von Indiana Jones and the Last Crusade (1989) wird Spielberg den jungen Indy als Pfadfinder zeigen.

1957

8mm Film

Stevens erster 8mm-Amateurfilm: The Last Train Wreck (3 Minuten, ohne Ton) zeigt ein Zugunglück, das er mit seiner Modellbahn effektvoll nachstellt – inspiriert von Cecil B DeMilles The Greatest Show on Earth (1952).

In Ermangelung eines Geräts, mit dem er die Filmaufnahmen schneidenkann, dreht der 10-jährige Steven alle Szenen chronologisch (In-Camera Editing), eine Technik, die erspäter auch beim Dreh seiner professionellen Filme fortführen wird.

1958

Orson Welles’ Touch of Evil: der späte Vertreter des Film noir beginnt mit einer genialen Plansequenz von über drei Minuten und behandelt die (fehlende) Integrität von Gesetzeshütern.

Ein zentrales Thema von Spielbergs Minority Report (2002), der sich ebenfalls an der Stilistik des Film noir orientiert. In einer kleinen Rolle: Dennis Weaver. Spielberg wird ihn in Duel (1971) für die Hauptrolle besetzen.

1958

Alfred Hitchcocks Vertigo kommt in die Kinos – doch das Meisterwerk enttäuscht an der Kasse. In Vertigo führt Hitchcock eine Kameratechnik namens Reverse Tracking Shot (auch: Dolly Zoom) ein. Das British Film Institute wählt Vertigo 2012 zum „Greatest Film of All Time“.

Spielberg wird den Dolly Zoom in mehreren seiner Filme anwenden, z.B. in Jaws (1975).

1957

Sidney Lumets 12 Angry Men mit Henry Fonda schildert im Stil eines Kammerspiels die harte Arbeit bei der Urteilsfindung „hinter den Kulissen“ des Gerichts. Lumets von der Kritik gefeiertes Kinodebüt kommt beim Publikum nicht an.

Spielberg über Lumet: “One of the greatest directors in the long history of film. Compelling stories  and unforgettable performances were his strong suit.“

1957

Jack Arnolds Science-Fiction-Film The Incredible Shrinking Manein berühmtes Exemplar des so genannten B-Movie-Genres, hinterlässt einen großen Eindruck beim jungen Steven Spielberg. Durchschnittsmenschen werden spektakulären Ereignissen ausgesetzt (hervorgerufen durch faszinierende Special Effects): Das sind typische Zutaten zukünftiger Spielberg-Filme.

Basierend auf seinem Roman schreibt Richard Matheson das Drehbuch für The Incredible Shrinking Man. Er wird später das Script für Spielbergs Duel (1971) schreiben.

Arnolds The Creature From The Black Lagoon (1954) ist ein klassischer Monster-Film, der den Boden bereitet für Spielbergs Jaws (1975).