1929

Luis Buñuel und Salvador Dalí erschaffen mit Un chien andalou ein Meisterwerk des surrealistischen Films. Der Schnitt, der in der legendären Eröffnungsszene das Auge durchtrennt, erfolgt nicht nur durch das Rasiermesser, sondern auch durch die Mittel der filmischen Montage.

Auch Alfred Hitchcock ist schwer beeindruckt und engagiert Dalí für die Umsetzung von Motiven für die Traumsequenz in Spellbound (1945).

Spielberg lässt sich von Buñuel und Dalí für die Intro von Minority Report (2002) inspirieren.

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1929

„Schwarzer Donnerstag“ an der Wallstreet: Der folgenreichste Börsencrash der Geschichte

Leah Posners Familie leidet in Folge der Wirtschaftskrise zeitweise an Unterernährung.

1925

Sergei Eisensteins Броненосец Потёмкин (Battleship Potemkin) schildert einen der Auslöser für die russische Revolution. Die Ereignisse auf der Hafentreppe von Odessa inszeniert Eisenstein in einer bahnbrechenden Bildmontage. Eisenstein lässt die Fahne der Aufständischen durch nachträgliches Kolorieren in revolutionärem Rot aufleuchten.

Diese Technik wird auch Spielberg auf das Mädchen im roten Mantel (Schindlers List, 1993) anwenden.

1920

Robert Wienes Das Kabinett des Dr. Caligari. Mit seiner Licht- und Set-Gestaltung ist dieser expressionistische Stummfilm ein Meilenstein der Filmgeschichte.

Einflüsse auf Spielberg sind u.a. erkennbar im Einsatz von Silhouetten, z.B. in Amblin’ (1968) und expressionistischer Stilmittel, z.B. in Schindler’s List (1993) oder Minority Report (2002).

1920

Leah Posner geboren (Stevens Mutter)
Geburtsort: Cincinnati, Ohio

1927

Abel Gance führt in Paris seinen Stummfilm Napoléon auf, 330 Minuten lang und als einer von sechs Filmen über Napoléon Bonaparte gedacht. Fortschrittlich: Kamera und Schnitt. Das Finale ist in Polyvision gefilmt, die Leinwand sollte zu einem Tryptichon erweitert werden. MGM kauft den Film, der geschnitten und gekürzt wird.

1981 sorgt Francis Ford Coppola für eine Restaurierung des Films und realisiert die Tryptichon-Idee samt neuer Filmmusik von Carmine Coppola – aufgeführt u.a. im Berliner Kongresszentrum ICC. Eine weitere restaurierte Fassung entsteht im Jahr 2000 mit bislang unberücksichtigtem Material.

2013 kündigt Steven Spielberg an, Stanley Kubricks unrealisiertes Napoleon-Filmprojekt aufzugreifen und als TV-Miniserie zu produzieren.