2016

Der Oscar-prämierte Kameramann Vilmos Zsigmond stirbt.

Er schuf wegweisende, dokumentarisch geprägte Bildwelten für die Steven Spielberg-Filme The Sugarland Express (1974) and Close Encounters of the Third Kind (1977).

Einem Variety-Nachruf zufolge begab er sich – nach der Besetzung seines Heimatlands Ungarn durch die Sowjetarmee im Jahre 1956 – auf die Flucht in die USA und arbeitete sich langsam hoch, anfänglich in billigen Exploitation-Filmen. Sein Durchbruch gelang ihm mit Robert Altmans stilistisch gewagten Western McCabe & Mrs. Miller (1971), für den Zsigmond mit einer begrenzten Palette entsättigter Farben experimentierte.

Später arbeitete er für Regisseure wie Michael Cimino, Martin Scorsese, Woody Allen, George Miller und Brian De Palma.

Er erhielt einen Academy Award für seine Arbeit in Spielbergs Close Encounters of the Third Kind (1977) und wurde nominiert für die Filme The Deer Hunter (1978), The River (1984) und The Black Dahlia (2006).

In kurzer Zeit verliert das Kino einen weiteren seiner größten Kameramänner: Zsigmond folgt dem zweifach Oscar-prämierten Haskell Wexler, der für einige der großen Hollywood-Klassiker der 1960er and 1970er Jahre arbeitete (aber nie unter der Regie von Steven Spielberg).

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