2015

Melissa Mathison stirbt im Alter von 65 Jahren.

Mit ihrem Oscar-nominierten Drehbuch für Steven Spielbergs E.T. – The Extraterrestrial (1982) legte sie den Grundstein für einen der beliebtesten Filmklassiker aller Zeiten – und diente bei dem Film auch als Associate Producer.

Mathison schrieb die Drehbücher für Carroll Ballards The Black Stallion (1979), Caleb Deschanels The Escape Artist (1982), das zweite Segment in Steven Spielbergs Twilight Zone – The Movie (1983), den Fernsehfilm Son of the Morning Star (1991), und Frank OzThe Indian in the Cupboard (1995). Mathison hatte ein besonderes Geschick für Kinder- und Jugendliteratur und porträtierte Kinder sensibel und heroisch.

Seit 2012 arbeitete sie mit Steven Spielberg wieder zusammen und schrieb das Drehbuch für sein neuestes Filmprojekt, die Roald Dahl-Adaption The BFG (2016), die sich derzeit in der Phase der Post-Production befindet. Als er von ihrem Tod erfährt, gibt Spielberg folgende Erklärung ab:

“Melissa had a heart that shined with generosity and love and burned as bright as the heart she gave E.T.”

Auf der Special-Edition-DVD von 2002 beschreibt Spielberg ihren Beitrag zum Film so:

“Melissa delivered this 107-page first draft to me and I read it in about an hour. I was just knocked out. It was a script I was willing to shoot the next day. It was so honest, and Melissa’s voice made a direct connection with my heart.”

Mathison erinnert sich:

“I would write for four or five days in my little office in Hollywood, and then drive out to Marina Del Rey where Steven Spielberg was editing in a little apartment on the beach. I’d bring him my pages and we’d sit and go through them…It took about eight weeks for us to get the first draft, which was quite fast, I think.”

Ihr Drehbuch zu Martin Scorseses Kundun (1997) über Kindheit und Heranwachsen des Dalai Lama reflektiert ihr jahrzehntelanges Interesse an Tibet. Mit Unterstützung von Richard Gere, dem Vorsitzenden der International Campaign for Tibet, trifft sie sich 1990 (in Begleitung von Harrison Ford) mit dem Dalai Lama in Santa Barbara und bringt daraufhin das Filmprojekt ins Rollen.

Mathison wurde am 3. Juni 1950 in Los Angeles geboren und besuchte die U.C. Berkeley. Sie unterbrach ihr Studium der Politikwissenschaft, um beim Film eines Freundes zu helfen. Der Freund hieß Francis Ford Coppola, deren Kinder Mathison als Babysitterin betreut hatte. Sie war Assistentin am Set von The Godfather, Part II (1974). Nachdem Coppola sie zum Schreiben drängte, entstand ihr Drehbuch für die Coppola-Produktion The Black Stallion (1979).

Sie war Mutter von zwei Kindern, Georgia und Malcolm, aus ihrer Ehe mit Harrison Ford. Sie wurden 2004 nach 21-jähriger Ehe geschieden. Von 1983 bis 1985 lebten Mathison, Ford und ihre Kinder auf einer Ranch außerhalb Jackson Hole, Wyoming, wo die Drehbuchautorin ihre Karriere auf Eis legte.

“I didn’t want to be missing their childhood while I was away, busy writing about children.”

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