2013

Blue Is the Warmest Color ist ein fesselndes Coming-of-age-Drama über ein französisches Mädchen, das sich in eine Frau verliebt. La Vie d’adele, so der Originaltitel, wird bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der Palme d’Or ausgezeichnet. Der Film ist eine Adaption von Julie Marsh’s gleichnamigem Comic – Drehbuch, Produktion und Regie: Abdellatif Kechiche (ein französischer Filmemacher, der in Tunesien geboren wurde).

Erstmals in der Geschichte der Filmfestspiele von Cannes beschließt die von Steven Spielberg geleitete Jury, die Palme d’Or nicht nur an den Regisseur, sondern auch an die beiden Hauptdarstellerinnen Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos zu vergeben.

Léa Seydoux wird später für die weibliche Hauptrolle in Sam Mendez’ James Bond-Film SPECTRE (2015) ausgewählt.

Mit einer Lauflänge von 175 Minuten und intensiven Sexszenen zählt La Vie d’adele zu den am heftigsten diskutierten Liebesfilmen des Jahres.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Preisverleihung beschreibt Spielberg den Film als “great love story that made all of us feel privileged to be a fly on the wall, to see this story of deep love and deep heartbreak evolve from the beginning. The director didn’t put any constraints on the narrative. He let the scenes play in real life, and we were absolutely spellbound.”

Während auf der ganzen Welt hitzige Debatten über die gesetzliche Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehe geführt werden, dementiert Spielberg die Annahme einiger Medienvertreter, politische Gründe als Anlass für die Preisverleihung: “As you know, the characters in this film do not get married,” sagt Spielberg. “Politics were never in the room with us.” Er betont, wie wichtig der Jury die Entscheidung war, auch die Darstellerinnen auszuzeichnen“If the casting had been even 3% wrong, it wouldn’t have worked in the same way. All of us felt we needed to invite all three artists to the stage together.” Darauf angesprochen, äußert Spielberg seine Erwartung, dass der Film auch in den USA auf positive Resonanz stoßen wird, schränkt aber ein: “I’m not sure it will be allowed to play in every state.”

Neben Spielberg gehören der Cannes-Jury an: die Regisseure Ang Lee, Cristian Mungiu, Lynne Ramsay und Naomi Kawase sowie die Darsteller Nicole Kidman, Christoph Waltz, Daniel Auteuil und Vidya Balan.

Auf den harten Wettstreit zwischen den beiden Academy Award-Anwärtern, Steven SpielbergLincoln and Ang LeeLife of Pi (gewinnt den Oscar in der Kategorie Best Director) angesprochen, verkündet Jury-Mitglied Ang Lee“Steven and I are good friends. I don’t know how he feels about me but I worship him. He’s my hero.“

Spielberg stimmt zu und ergänzt, Lee und er “have never been competitors, we have always been colleagues. And that will just continue. And I worship Life of Pi so therefore I worship Ang Lee as well. (…) There is no campaigning here and that is a breath of fresh air for me.”

Der Grand Prix der Jury geht an den Film Inside Llewyn Davis (Regie: Joel & Ethan Coen), der das Leben des Folkmusikers Llewyn Davis im New York der 1960er Jahre schildert. Die Coen-Brüder verfassen das Drehbuch für Spielbergs Bridge of Spies (2015).

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