2003

Lost in Translation (Buch und Regie: Sofia Coppola) – mit Bill Murray und Scarlett Johansson – handelt von einem alternden Schauspieler (Murray) und einer Hochschulabsolventin (Johansson). Beide fühlen sich in der japanischen Kultur, aber auch in ihrem eigenen Leben und ihren Beziehungen verloren. Nach einer zufälligen Begegnung in einem Hotel in Tokio (Videoclip), verbringen sie einige Zeit miteinander.

Coppolas inspirierende Dramödie – eine Co-Produktion von American Zoetrope (der Firma ihres Vaters Francis Ford Coppola) – steht für das Zeitalter der Globalisierung.

Als Sofia Coppola das Drehbuch schreibt, hat sie Bill Murray im Sinn und sagt, sie hätte ohne ihn den Film nicht gemacht. Scarlett Johansson ist erst 17 Jahre alt, als ihr die Rolle angeboten wird, doch Coppola ist froh über die Reife, die sie in ihre Rolle einbringt.

Tokio ist der heimliche Star des Films, eingefangen in atemberaubenden Bildern von Kameramann Lance Acord, der (wie Coppola) einige Zeit in Tokio verbracht hat und seine alltäglichen Erfahrungen für den Film zu nutzen weiß. Aus vorhandenem Licht versucht er während der Dreharbeiten das Maximum herauszuholen und vermeidet künstliches Licht, wo es geht – vor allem beim nächtlichen Außendreh, der oft ohne Drehgenehmigung stattfindet.

Sofia Coppola über ihre Motivation, den Film zu drehen:

“Tokyo is so disorienting, and there’s a loneliness and isolation. Everything is so crazy, and the jet lag is torture. I liked the idea of juxtaposing a midlife crisis with that time in your early 20s when you’re, like, What should I do with my life?”

Der Film entsteht größtenteils in einer improvisierten „free-form“-Methode, die Coppola als “stealthy” und “almost documentary-style“ beschreibt. Die Dreharbeiten sind nach nur 27 Tagen abgeschlossen.

Lost in Translation erhält viel Anerkennung von Kritikern und Publikum. Bei einem Budget von nur 4 Millionen Dollar ist der Film äußerst profitabel und nimmt weltweit 119,7 Millionen Dollar ein.

Der Film wird für vier Academy Awards, darunter als Bester Film, Bester Schauspieler (Bill Murray) und Beste Regie nominiert; Coppola gewinnt für das Beste Drehbuch. Bill Murray und Scarlett Johansson werden mit je einem BAFTA Award ausgezeichnet.

Bill Murray bezeichnet Lost in Translation als seinen Lieblingsfilm, in dem er selbst mitgewirkt hat.

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