1952

Vincente Minnellis eindrucksvoller Hollywood-Insider-Film The Bad and the Beautiful erzählt die Geschichte eines knallharten Filmproduzenten, der es sich mit allen verscherzt. Der Film ist auf bemerkenswerte Weise mit Steven Spielberg verbunden.

In Flashbacks erzählt, schildert The Bad and the Beautiful den Aufstieg und Fall des Hollywood-Produzenten Jonathan Shields (Kirk Douglas) aus dem Blickwinkel seiner ehemaligen Mitarbeiter: Drehbuchautor James Lee Bartlow (Dick Powell), Filmstar Georgia Lorrison (Lana Turner) und Regisseur Fred Amiel (Barry Sullivan).

Die Figur des Shields soll auf einer Mischung aus David O. Selznick, Val Lewton und Orson Welles beruhen. Entsprechende Gerüchte veranlassen David O. Selznick dazu, einen seiner Rechtsberater um Prüfung des Films zu bitten, doch der findet keine Grundlage für eine Klage.

Die alkoholabhängige Tochter eines berühmten Schauspielers, Georgia Lorrison, basiert angeblich auf Diana Barrymore (Tante der E.T.-Darstellerin Drew Barrymore, die ebenfalls Alkoholikerin wurde) – oder aber auf Minellis Ex-Frau Judy Garland.

Leo G. Carroll, Darsteller in mehreren Alfred Hitchcock-Filmen, porträtiert Henry Whitfield, ein ‘schwieriger’, penibler und hochtalentierter britischer Filmemacher, der nach dem Vorbild des “Master of Suspense” angelegt ist. Die Figur von Whitfields Assistentin Miss March (Kathleen Freeman) orientiert sich an Hitchcocks Frau und Muse, Alma Reville.

Barry Sullivan, der Fred Amiel spielt, wirkt in drei TV-Filmen mit, die unter der Regie von Steven Spielberg entstehen: Night Gallery’s Pilotfolge Eyes (1969), L.A. 2017 (1971) und Savage (1973).

Vincente Minelli ist berühmt für einige der bekanntesten Film-Musicals, darunter An American in Paris (1951) und Gigi (1958). Spielberg, selbst ein Musical-Fan, hat vermutlich Minellis Filme sehr gemocht.

The Bad and the Beautiful wird mit fünf Academy Awards ausgezeichnet – Rekord für einen Film, der weder für den Besten Film, noch für Beste Regie nominiert wurde. Der Song “The Bad and the Beautiful”, komponiert von David Raksin, wird ein Jazzklassiker.

The Bad and the Beautiful ist der Auftakt des 1995 im Auftrag des British Film Institute entstandenen Dokumentarfilms A Personal Journey with Martin Scorsese Through American Movies. Martin Scorsese, der die Sendung moderiert, geht im weiteren Verlauf näher auf den Film ein. Mit Vincente Minellis Tochter Liza Minelli dreht Scorsese das Film-Musical New York, New York (1977).

Im Jahr 2002 bewertet die United States Library of Congress Minellis Film als “culturally significant” und stimmt für die Aufnahme des Films in das National Film Registry – jenem Verzeichnis US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden.

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